Donnerstag, 24.06.202, Spaziergang von Carantec zur Île Callot.


Von der Rue du Port in Carantec führt eine Gezeitenstraße (franz.: chaussée submersible) auf die Île Callot. 


 Vor einem Besuch der Insel sollte man auf jeden Fall einen Blick in den Gezeiten Kalender werfen ... 


... sonst kann es leicht passieren, dass einem die Flut den Rückweg abschneidet. Bis die Flut die Straße erreicht, haben wir bis 16:00 Uhr Zeit. Das sollte reichen um die kleine Insel von 2 km Länge und einer Breite von bis zu 300 m zu erkunden. 


Blick von der Gezeitenstraße Richtung Westen, ...


... auf die Stadt Pempoul.


Nur noch neun Familien leben das ganze Jahr über auf der Insel.


Auf Callot gedeihen Kohl, Artischocken, Kartoffeln und Schalotten. 


In der Vergangenheit lebten die Inselbewohner vom Algenschneiden, von der Landwirtschaft sowie der Fischerei. 


Es gibt eine schöne Geschichte zu dieser Kirche, die auf dem höchsten Punkt der Insel steht.  Im 6. Jahrhundert plünderten dänische Piraten die Küste. Der bretonische Anführer Murmaczon beschloss die Piraten anzugreifen. Zuvor betete er zur heiligen Jungfrau und bat sie, ihn im Kampf zu unterstützen. Er versprach ihr dafür, an der Stelle, wo sich das Zelt der Piraten befand, ein Kapelle zu errichten. Der bretonische Anführer siegte, und 513 wurde der Grundstein zum Bau der Kapelle gelegt, welche sehr schnell ein Wallfahrtsort wurde.