Sonntag, 26.01.2020, Jaipur.

Wir starten unseren Tagestrip dort, wo wir gestern aufgehört haben, nämlich im Tattoo Cafe, gegenüber des berühmten Hawa Mahal


Der Palast der Winde zählt zu den Hauptsehenswürdigkeiten Indiens und ist Teil des riesigen Stadtpalastes der hiesigen Maharajas. Das Gebäude diente alleine dazu den Haremsdamen einen freien Blick auf die pompösen Festumzüge zu ermöglichen ohne selber gesehen zu werden.


Die Fassade enthält 953 kleine, kunstvoll gestaltete und vergitterte Fenster. Die Konstruktion ermöglicht eine ständig kühlende Luftzirkulation. Daher der Name Wind Palast. 


Etwa eine viertel Stunde zu Fuß und man befindet sich im prunkvollen Stadtpalast. Er ist nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich. In anderen Teilen wohnen bis heute Nachkommen der ehemaligen Maharajas.


Mittelpunkt des Palastes ist das siebenstöckige Chandra Mahal.


Stockfoto von PX

Dieses und weitere prunkvoll gestaltete Zimmer kann man sich ansehen, wenn man zu dem üblichen Eintritts Ticket (knapp 10,- €) noch ein zusätzliches Ticket löst ( ca. 45,- €). Das war es uns nicht wert. Deshalb an dieser Stelle ein Stockfoto. 


Von Wolfgang Sauber - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=76804849

Wachen am Eingangstor.


Mit Pfauenfiguren kunstvoll gestaltetes Eingangstor zum Innenhof. 



Der Museums Eingang ist reich mit wertvollen Steinmetz Arbeiten verziert. 


Zurück auf der Hawa Mahal Road suchen wir die nächst gelegene Bushaltestelle und fahren zum Amber Fort, das sich ca. 8 Kilometer außerhalb der Stadt befindet. 


Bei unserer Ankunft ist das Amber Fort leider geschlossen. Der Grund ist klar, der 26.01. ist der Tag der Republik und ein Nationalfeiertag in Indien. Schade, schade 😕. Was also tun? Wir fassen schnell einen anderen Plan. Ein Tuk Tuk bringt uns hinauf zum Jaigarh Fort, das ein gutes Stück oberhalb des Amber Fort auf einem Hügel liegt. 


Vom Jaigarh Fort haben wir eine grandiose Aussicht auf das darunter liegende Amber Fort. 


Durch eine der Schießscharten in den Zinnen sehen wir auf das Wasserschloss, dahinter das Häusermeer der Stadt Jaipur. 


Auf unserem kleinen Rundgang durch die Festungsanlage sehen wir irgendwann ein Hinweisschild, das uns zur Jaivan Kanone führt, die im Jahre 1720 hergestellt worden ist. Die Dimensionen dieses Ungetüms sind wahrhaft gigantisch. Das Gewicht beträgt fast 51 Tonnen. Die Räder besitzen einen Durchmesser von 2,90m. Zum Ausrichten der Kanone wurden zwei Elefanten benötigt. Sie wurde nur einmal zum Testen abgefeuert, wobei eine Reichweite von 38 Kilometer gemessen wurde. Der Donner bzw. die Druckwelle führte zum Einsturz vieler Häuser in Jaipur. 


Besonders fotogen gibt sich die Festungsanlage nicht. Dafür aber die Languren Affen, die auf den Zinnen herum balancieren. 



Mal schauen ...


... ob dieser Affe etwas für mich übrig gelassen hat.