Samstag, 12.09.2020, Schloss Sanssouci in Potsdam

Wir verlassen den P+R Thüringenhalle zeitig und fahren über die gut ausgebaute Autobahn bei wenig Verkehr auf den Wohnmobilstellplatz am Krongut in Potsdam, wo wir bereits um die Mittagszeit eintreffen. 


Ein kurzes Nickerchen und wir machen uns zu Fuß auf den Weg zum 1,3 km entfernten Schloss Sanssouci in Potsdam.


Über die Hauptallee schlendern wir zur großen Fontäne.


Von hier führt eine elegante Treppe, durch die Weinberg Terrassen,  zum prächtigen Schloss


Der preußische König Friedrich II. ließ Sanssouci nach eigenen Plänen in den Jahren 1745 bis 1747 als kleines Sommerschloss im Rokoko Stil erbauen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Seitenflügel zu ihrer jetzigen Größe verlängert. 


Die Treppe führt direkt zur kleinen Kuppel, ... 


... die sich zentral im Mittelteil des Gebäudes befindet.


Das Schloss ohne Sorge.


Die prunkvollen Innenräume können wir uns leider nicht ansehen, da heute alle Karten für die Schloss Führungen bereits ausverkauft sind. 


Auf der obersten Weinbergterrasse, am östlichen Flügel des Schlosses befindet sich die Grabstelle Friedrichs des Großen. Der „Alte Fritz“, wie er im Volksmund genannt wurde, starb am 17. August 1786. Seinem Wunsch, unmittelbar neben seinem geliebten Schloss Sanssouci, ohne Pomp und in aller Stille bestattet zu werden kam sein Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. nicht nach. 


Stattdessen wurde er in einer feierlichen und standesgemäßen Zeremonie in der Gruft der Potsdamer Garnisonkirche neben seinen Vorfahren beigesetzt. Erst am 17. August 1991, dem 205. Todestag Friedrichs II., wurde der Sarkophag mit den sterblichen Überresten des Königs an dieser Stelle beerdigt, so wie er es sich zu Lebzeiten immer gewünscht hatte. 


Besucher legen auf dem schlichten Grabstein mit der Aufschrift „Friedrich der Große“ Blumen und Kartoffeln nieder. Zur Linderung einer großen Hungersnot in Pommern, im Jahre 1746,  förderte und verbreitete nämlich der "Alte Fritz" den Anbau der Kartoffel. Die Anordnungen und Rundschreiben die er dazu verfasste sind als "Kartoffelbefehle" bekannt. (Quelle: Wikipedia)


Friedrich II. besichtigt auf einer seiner Inspektionsreisen den Kartoffelanbau,

(von Robert Warthmüller - www.dhm.de, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3754769)


Wir verlassen das Schloss, so wie wir gekommen sind, über die große Treppe ...


... und kommen am sizilianischen Garten vorbei.



Im letzten Licht der Abendsonne finden wir ein ganz besonderes Highlight: Das chinesische Teehaus. Friedrich der Große schätzte bei seinen Aufenthalten im Schloss Sanssouci die intime Atmosphäre des Chinesischen Hauses, das ihn in ferne, heitere Welten entführte.


Der verspielte Rokoko-Pavillon ist das wohl charmanteste noch erhaltene Beispiel für die Chinoiserie-Mode, die im 18. Jahrhundert die höfische Kultur in ganz Europa prägte.


Die Außenansicht des Pavillons wird durch die lebensgroßen vergoldeten Figuren bestimmt, die einzeln oder in Gruppen um das Gebäude platziert sind. Dargestellt sind märchenhaft gekleidete chinesische Musikanten und Teetrinker, deren exotischer Charakter mit den Säulen in Form vergoldeter Palmen harmoniert. (Quelle: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg)