Sonntag, 22.09.2019, Radtour vom Camping Erodios in Gialova nach Pylos

Nachdem es gestern fast den ganzen Tag geregnet hatte, übrigens das erste Mal auf dieser Reise, sind wir heute schon ganz gespannt auf Pylos und die Navarino Bucht. Von unserem Campingplatz bis in den Hafen von Pylos sind es nicht einmal zehn Kilometer. 


Gleich hinter Gialova entfernt sich die Straße etwas von der Küste. Von einer Anhöhe hat man einen schönen Blick über die Navarino Bucht. Die Berge im Hintergrund gehören zu der Insel Sfaktiria. Der weiße Fleck in der Bildmitte ist das Mini Inselchen Chilonisi.


Bevor wir Pylos erreichen, machen wir einen Fotostopp an einem Aussichtspunkt. Von hier hat man einen schönen Überblick über den Hafen. Die Stadt selbst sieht man leider nur zum Teil.


Vom Hafen aus sieht man links im Bild ein Hotel. Etwas oberhalb davon ist ein Teil der Burgmauer der Niokastro Festung zu sehen, die wir uns als nächstes ansehen möchten.


An was erinnert  mich das bloß? Ach ja, da gab es in den 80 er Jahren einen hübschen Song von der Band Rodgau Monotones: "Erbarme - die Hesse komme"   😉. Bitte nicht als Diskriminierung gegen die Einwohner eines bestimmten Bundeslandes verstehen. 


Wir sind auf dem Weg zur Festung Niokastro, die 1573 von den Türken errichtet wurde. Unweit der Insel Sfaktiria fand am 20. Oktober 1827 die Seeschlacht von Navarino statt. 6000 moslemische und 127 christliche Seefahrer fanden dabei den Tod. In der Folge wurde die endgültige Befreiung Griechenlands von den Türken eingeleitet. 


Von 1830 bis 1941 diente die Burg als Gefängnis. Während des zweiten Weltkriegs war sie Hauptquartier, zunächst für die italienischen und später die deutschen Streitkräfte. Heute beherbergt sie Ausstellungen mit archäologischen Land- und Unterwasser Funden der Umgebung. Zudem ist sie Sitz des griechischen Zentrums für Unterwasserarchäologie. 


Beim Festungsbau hatten die Osmanen die christliche Kirche einfach mit einbezogen ...


... und als Moschee genutzt.


Heute ist die Kirche das am besten renovierte Gebäude in der ganzen Festungsanlage. (Quellen: Wikipedia und Reisehandbuch Peloponnes von Klaus Bötig)


Soviel Geschichte und Kultur machen hungrig. Also gehen wir hinunter zum Hafen von Pylos. Die Platia, der große Platz,  mit schattenspendenden Bäumen grenzt an den Hafen. 


Zahlreiche Restaurants und Geschäfte für den Alltagsbedarf befinden sich hier. Wir suchen uns ein Lokal mit schöner Aussicht auf Hafen und den großen Platz, wo sich das öffentliche Leben abspielt. 


Markttag am Hafen von Pylos.


Das charmante  Städtchen Pylos zählt gerade einmal 2100 Einwohner. 


Hier lässt es sich gut aushalten - keine Frage. Der Platz ist beliebt, sowohl bei Touristen, ...


... als auch bei Einheimischen.