Donnerstag, 19.09.2019, die Hitze hat ein Ende. Wir verlassen die wunderschöne Insel Kefalonia und fahren zurück auf den Peloponnes. Unser erstes Ziel: Das antike Olympia.

Pünktlich um 09:15 Uhr verlässt unsere Fähre den Hafen von Poros. 90 Minuten später fahren wir in Kyllini von Bord. In knapp zwei Stunden erreichen wir auch schon unser Tagesziel, Olympia. Auf dem Parkplatz vor der archäologischen Ausgrabungsstätte trifft uns fast der Schlag. Wir sind zwar auf Besucherandrang vorbereitet - aber nicht auf das, was uns hier erwartet. Bus an Bus und dazwischen Pkw's. Alle Straßen in unmittelbarer Umgebung zugeparkt. Also fahren wir direkt durch, zum nahegelegenen CP Alphios, checken ein und kommen am Nachmittag zu Fuß wieder hierher zurück. 


Den Anlass für das erhöhte, tägliche Verkehrsaufkommen auf und um den Parkplatz in Olympia erfahren wir von der Chefin des CP Alphios. Bei der Armada von Reisebussen handelt es sich nämlich um die Ausflugsbusse der Kreuzfahrtschiffe, die in Katakolon, ca. 55 Kilometer von hier, vor Anker liegen. Der kleine, aber gut ausgebaute, Hafen wird manchmal von bis zu drei Kreuzfahrtschiffen gleichzeitig besucht - oder besser gesagt, heimgesucht. Der einzige Grund für den Stopp der Ozeanriesen ist ein Landausflug nach Olympia, der offensichtlich sehr beliebt ist bei den Passagieren und oft gebucht wird. Wir raten daher dazu die antiken Stätten erst nach 15:00 Uhr aufzusuchen. Zudem steht die Sonne dann auch besser zum Fotografieren. 


Palästra: Die Säulen rahmten einst einen 41m x 41m großen, mit feinem Sand bedeckten, Innenhof ein. Seit dem 3. Jahrhundert vor Christus befand sich hier eine Trainingstätte für Faustkämpfer, Ringer und Weitspringer.


Die Wasserspeier des Zeustempels.


Restauriertes ionisches Säulenkapitell.


Der gewölbte Zugang zum Olympia Stadion, einmal mit possierlichen chinesischen Touristen ...


... einmal ohne.

Stadion:   Länge: 192,27 Meter,  Breite etwa 31 Meter. Auf den Erdwällen rund um das Stadion fanden etwa 45.000 Zuschauer Platz. Steinerne Sitzreihen gab es nicht.


Alle 2 Jahre wird vor dem Hera Tempel (Hera war die Gattin Zeus) die Olympische Flamme für die Winter- und Sommerspiele in feierlicher Zeremonie entzündet.


Philippeion: Der einzige Rundbau in der ganzen Anlage. Er wurde 338 v. Chr. von einem makedonischen König als Dank für eine siegreiche Schlacht gestiftet. 


Nach den Ausgrabungen besuchen wir das nahegelegne Archäologische Museum. Im Saal V sind die Giebelskulpturen des Zeus Tempels ausgestellt.


In einer Vitrine werden antike Helme aufbewahrt. Das archäologische Museum zeigt 14.000 Funde der archäologischen Stätten von Olympia, aus der Zeit von 2800 v. Chr.  bis 700 v. Chr. 


Hermes, der Götterbote, mit dem Dyonisos Knaben auf dem Arm. 


Die Marmorstatue des Stieres stammt aus dem Nymphaion und trägt eine Inschrift, der zufolge das Bauwerk von Regilla, der Gattin des Herodes Attikus, dem Zeus geweiht worden ist.


Statue einer Priesterin, ca. 50 n. Chr.  (Quellen: Wikipedia, Reisehandbuch Peloponnes von Klaus Bötig)