Dienstag, 28.05.2019, das Wetter hat sich gebessert. Mit der Honda fahren wir nach Capoliveri.


Von Capoliveri starten wir zu einer Rundwanderung um den Monte Calamita.

Es gibt ein relativ dichtes Strecken- und Wegenetz, das auch gerne von Mountainbikern genutzt wird. Die Hauptwege sind  größtenteils recht breit. MTB Fahrer brauchen trotzdem auf Singel Trails nicht zu verzichten. Wir haben uns eine Strecke von 13 Kilometern Länge mit einem Höhenunterschied von 225 Meter ausgesucht. Am Ende werden wir 4 Stunden Zeit dafür benötigen.


Von der Piazza Cavatore in Capoliveri führt eine kleine, steil ansteigende, Straße hinauf auf den Bergkamm. Von oben hat man eine schöne Aussicht auf Porto Azurro, das Meer und die Berge.


Ist die Anhöhe erst mal erreicht, verläuft der weitere Weg etwa auf gleichem Niveau.


Im weiteren Verlauf des Wanderweges haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf das Meer...


... und die Insel.


Ein wenig Rosmarien für die Bordküche.


Wolkenberge schichten sich auf, hinter dem Bergkamm. 


Die Wanderwege sind in gutem Zustand und hervorragend ausgeschildert. Verlaufen ist fast nicht möglich.


Massenweise blühende Blumen auf unserem Weg. Von den vielen Orchideenarten, die am Monte Calamita vorkommen, haben wir jedoch nur eine entdeckt. 


Fast sind wir an unserem Ausgangspunkt zurück. Rechts unten im Bild ist bereits Capoliveri zu sehen. 


Ein letzter Blick auf Porto Azurro. Dann haben wir auch schon Capoliveri, unser Ziel, erreicht. Eine kleine Pause und zwei Cappuccini in der Bar Cavatore, dann geht's mit der Honda zurück zum Ville degli Ulivi in Marina di Campo.


Übermorgen, am 30.05.2019, verlassen wir die Insel und reisen weiter. Deshalb an dieser Stelle schon jetzt unser Fazit von Elba.

Nach 32 Tagen auf Elba, ist es an der Zeit für ein kurzes Fazit. Die Entscheidung, bereits Ende April nach Elba überzusetzen, war hauptsächlich dem schlechten Wetter auf dem italienischen Festland  geschuldet. Auch auf der Insel zeigte sich das Frühlingswetter eher durchwachsen. Aber immer, wenn wir daran dachten Elba zu verlassen, sah es im Rest von Italien wettertechnisch ziemlich chaotisch aus. Also blieben wir eben noch. Und so sind es am Ende 32 Tage geworden. Trotzdem haben wir die Entscheidung absolut nicht bereut. 

 

Die Insel ist relativ klein, ihre Ausdehnung beträgt von Westen nach Osten etwa 27 Kilometer, und von Norden  nach Süden 18 Kilometer. Der Gesamtumfang der Insel beträgt 147 Kilometer. Die Bevölkerung besteht aus 35.000 Einwohnern, wobei alleine 12.000 davon in der Inselhauptstadt Portoferraio wohnen. Die Landschaft ist grün, sehr gebirgig und abwechslungsreich, und von daher ideal zum Rad- bzw. MTB fahren und Wandern. Wir hatten mehrere kleine und auch größere Wandertouren unternommen. Jedes Wandergebiet besitzt seinen eigenen, unverwechselbaren  Charakter. Die Wege, zumindest diejenigen, die wir kennen, sind in hervorragendem Zustand und sehr gut beschildert.  Immer wieder erreicht man Aussichtspunkte, mit herrlichem Blick auf Berge und Meer.  Es wird nie langweilig. Das Erlebnis wird, jetzt im Frühling, ergänzt von einer üppigen  Blumen- und Blütenpracht. Deren Duft verbindet sich mit dem der Pinien und wilden Kräuter. So entsteht ein wahrer Genuss für die Sinne. 

 

Nicht minder schön wie Elbas Wandergebiete sind die Strände, von denen es mehr als 100 auf der Insel gibt. Viele davon sind traumhaft schön und können sich, unserer Meinung nach, durchaus mit denen von Sardinien messen. Oft liegen die Strände in geschützten Buchten, wo sie von beiden Seiten von Felsen eingerahmt sind. Im Hintergrund sind die bewaldeten Berge zu sehen. So entsteht manchmal der Eindruck, man befinde sich an einem See und nicht am Meer. Das Wasser ist meist glasklar und schimmert von Türkis bis Dunkelblau. 

 

Ein weiteres Highlight auf Elba sind, für uns, die Städte und Dörfer. Was einem  sofort auffällt, wenn man auf Elba ankommt: Hier ist alles eine Nummer kleiner als auf dem Festland. Städte, Häfen, Kirchen, Häuser, Supermärkte und selbst die dazugehörenden Einkaufswägelchen sind kleiner als die üblichen, die wir von zuhause kennen. Aber gerade diese Übersichtlichkeit, ebenso das beschauliche Leben, scheinbar frei von jeder Hektik, gefallen uns sehr. Hinzu kommt, dass die Elbaner ruhige und sympathische Menschen sind. 

 

Wir finden, dass Elba in keiner Weise den größeren Inseln wie Sardinien und Korsika nachsteht. Daß die Insel verhältnismäßig klein ist, haben wir eher als Vorteil empfunden. Ein weiterer Grund, weshalb wir uns so wohl gefühlt haben ist der Campingplatz Ville degli Ulivi in Marina di Campo. Wir waren bestimmt nicht das letzte Mal hier.