Freitag, 17.05.2019, ein Tag in der Eisenerz Stadt Rio Marina.

Wie üblich fahren wir mit der Honda zu unserem heutigen Tagesziel: Die Stadt Rio Marina.


Wir stellen den Roller auf dem Parkplatz, direkt am Hafen von Rio Marina ab ...


... und starten sogleich unseren Rundgang durch die Stadt. In der Vergangenheit drehte sich in Rio Marina und dem benachbarten Rio nell' Elba alles um Eisenerz.


Der Torre Cinquecentesca wurde von der Adelsfamilie der Appiani 1534 zum Schutz des Ortes errichtet. Der achteckige Wehrturm bewacht den Hafen. Das kleine Türmchen mit der Turmuhr kam 1882 dazu. (Quelle: Wikipedia)


Es besteht eine Fährverbindung zwischen Rio Marina und Piombino, auf dem Festland. 


Blick vom Fährhafen auf die Stadt. 


Oberhalb der letzten Häuserreihe tritt das rostrote Erzgestein zu Tage. Bereits die Etrusker, die dieses Gebiet seit ca. 800 v. Ch. besiedelten, nutzten die Erzvorkommen zur Eisengewinnung. 


(Zum Museum bitte das Bild anklicken) Nach der kleinen Runde um den Hafen suchen wir das Bergwerks- und Mineralienmuseum im Zentrum von Rio Marina auf. Leider sind wir ein wenig spät dran. Bis zur Mittagspause haben wir gerade noch 30 Minuten Zeit für eine Besichtigung. Ich bin begeistert und schieße so viele Fotos, dass ich dem Museum eine extra Seite gewidmet habe.


Nach dem beeindruckenden Museumsbesuch setzten wir unseren Spaziergang fort, auf der Suche nach den Überresten der ehemaligen Verladeeinrichtung. Diese ist bereits größtenteils verrottet. Im Hintergrund: Eine Fähre von Torremar liegt im Hafen von Rio Marina vor Anker. Sie legt gleich ab mit Ziel Piombino.


Wo früher die Schiffe mit Eisenerz beladen wurden,  versucht heute ein einsamer Angler sein Glück. 


Selbst bei einem Spaziergang findet man Eisenerz, man muss sich nur bücken, um es aufzuheben. Schon an dem hohen  Gewicht merkt man, dass es sich nicht um normales Gestein handelt. Natürlich auch an der rostroten Farbe. 


Viel ist nicht mehr übrig geblieben von der ehemaligen Verladeeinrichtung. 


Der graue Tag passt zu dem tristen Anblick.


Die letzten Zeugnisse einer Bergbau Vergangenheit rosten langsam vor sich hin.