Freitag, 07.06.2019, Stadtbummel in Umbriens  Hauptstadt Perugia.

Über die A 6 benötigen wir gerade mal 30 Minuten bis in das historische Zentrum von Perugia. Dabei kommen wir irgendwann an einem ZTL-Verkehrszeichen (Zona Traffico Limitato) vorbei. Als wir es bemerken ist es bereits zu spät. Mit schlechtem Gewissen sprechen wir einen italienischen Motorradfahrer an, der sein Moped auch gerade auf dem Parkplatz abgestellt hat. Er gibt uns zu verstehen, dass man mit dem Moped in der ganzen Stadt fahren bzw. Parken dürfe. Wir hoffen, dass er Recht behält. Wenn nicht, werden wir bestimmt Post aus Italien erhalten. Es könnte teuer werden, die Strafen dafür liegen, laut Internet,  zwischen 80,- € und knapp 400,- €. Wir werden sehen - und natürlich berichten.


Wir parken in der Nähe der Rocca Paolina. Kunststudenten machen fleißig Skizzen von der Basilika San Domenico.  Im Laufe unseres Stadtbummels werden wir noch viele von ihnen zu Gesicht bekommen. Möglicherweise sind es Studierende der Ausländeruniversität von Perugia.  


Über den Corso Vannucci gelangen wir schließlich zur Piazza IV November und damit zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum Perugias, ...


... Palazzo dei Priori (links), Fontana Maggiore (der mittelalterlicher Brunnen in der Mitte),  Cattedrale di San Lorenzo (rechts).


Egal aus welchem Blickwinkel man die Die Piazza IV Novembre fotografiert, sie ist immer fotogen. Die Fassade des Doms  ist übrigens bis heute nicht endgültig fertiggestellt worden. Ursprünglich sollte sie eine Verkleidung aus rotem und weißen Stein erhalten, wie rechts im Bild zu sehen ist.


Wir verweilen auf der großen Freitreppe der Cattedrale di San Lorenzo ...


...und schauen eine Weile dem Treiben auf dem Platz zu. 


"Könnten Sie bitte ein Foto von uns beiden machen? Aber selbstverständlich. Mille Grazie".


Zwei der berühmtesten Bildhauer ihrer Zeit gestalteten den Brunnen. Er entstand in den Jahren 1277/78. Die Figuren zeigen u. a. mittelalterliche Alltagsszenen. 


Die Cattedrale San Lorenzo wurde zwischen 1345 und 1490 erbaut. Sie ist eine der wenigen Hallenkirchen Italiens. Das heißt, die beiden Seitenschiffe sind gleich hoch wie das Mittelschiff. 


In der Nähe vom Mercato.


Aqua potabile: Am Brunnen kann man seinen Durst löschen


Über die Via C. Battisti schlendern wir hinunter bis zum Arco Etrusco.


Blick von der Brücke auf die Via dell'Acquedotto.


Arco Etrusco, das antike Haupttor Perugias.


Am Ende der Via C. Battisti befindet sich die Universita per Stranieri di Perugia, die Ausländeruniversität von Perugia. Ziel der Uni ist es, ausländischen Studenten italienische Sprache und Kultur zu vermitteln. 


Für den Rückweg nehmen wir die Via dell'Acquedotto ...


... wo wir erneut auf fleißige Studenten, mit Zeichenblöcken in den Händen, treffen. Wir sind der Meinung, dass sie sich für das Studium einen wunderschönen Ort ausgesucht haben.