Herbst 2019, mit dem Wohnmobil auf die griechische Halbinsel Peloponnes

Der Peloponnes ist eine Halbinsel im Süden Griechenlands. Mit 21.500 qkm ist er dreimal so groß wie Kreta. Die Einwohnerzahl beträgt ca. 1 Million Menschen. Bei etwa gleicher Einwohnerzahl ist der Peloponnes also etwa 8 mal so groß wie das Saarland. Größere Städte sind: Patras (214.000 Einwohner), Kalamata (70.000) und Korinth (58.000). Die Umrisse der Halbinsel gleichen einer Hand mit Daumen und drei Fingern. Die Landschaften sind äußerst abwechslungsreich. Es gibt Ebenen mit Oliven und Orangenhainen. Aber auch Gebirge mit über 1800 m Höhe, Hochebenen und Küsten mit herrlichen Stränden. 

 

Die schöne Halbinsel zählt wohl zu den geschichtsträchtigsten Regionen Griechenlands.  Bereits 1600-1150 vor Christus entstand auf dem Peloponnes die mykenische Kultur. Sie gilt als die erste Hochkultur Europas. Viele historisch bedeutsame Monumente aus dieser Zeit ziehen jährlich Millionen von Besuchern an. Auf unserer Wunschliste stehen einige der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten, wie die antike Stadt Mykene, Epidauros mit dem berühmten Theater sowie Olympia, um nur einige zu nennen. 

Zur Vorbereitung und als Informationsquelle während der Reise benutzen wir das Dumont Reise-Taschenbuch Peloponnes von Klaus Bötig. Ebenso den Rother Wanderführer Peloponnes sowie die Griechenland  Karte1:300.000 von Marco Polo. Viele Anregungen und wertvolle Tipps bekamen wir von Reiseblogs aus dem Internet.  An dieser Stelle nochmals  herzlichen Dank an Peter Dirsch von Susanne und Peter unterwegs sowie Mandy Raasch von Movin'n'Groovin

 

Für die Stellplatzsuche unterwegs benutzen wir hauptsächlich die Campercontact App des niederländischen Wohnmobilclubs NKC. Auf besonders schöne Plätze werden wir natürlich aufmerksam machen und diese, falls möglich, verlinken.  Zur Orientierung beim Wandern dient uns die,  bereits im Frühjahr auf Elba mehrfach erprobte, App OsmAnd. 

 

Am Mittwoch, den 14.08.2019 starten wir vom Saarland über Straßburg nach Basel. Weiter führt uns der Weg durch den Gotthardtunnel, über Mailand und Bologna nach Ancona. In Ancona nehmen wir die Fähre der Anek Lines nach Patras. Die 22 stündige Überfahrt, mit Camping an Board, auf der Superfast XI hatten wir bereits letztes Jahr vor Weihnachten beim ADAC gebucht. 

 

Auf dem Peloponnes angekommen, möchten wir diesen von Patras aus, entgegen des Uhrzeigersinns, umrunden. Immer entlang der Küste, mit einigen Abstechern ins Landesinnere. Am 27.10.2019 heißt es dann Abschied nehmen von Griechenland. Unsere Fähre zurück nach Ancona legt in Igoumenitsa, ca. 280 Kilometer nördlich von Patras ab. Falls es uns auf dem Peloponnes langweilig werden sollte, was ich mir nicht vorstellen kann, hätten wir die Möglichkeit auf dem Rückweg noch einen Abstecher auf die Inseln Kefalonia oder Lefkada zu machen. 

 

Soweit die Planung im Groben. Wer uns kennt weiß allerdings, dass wir uns nicht immer daran halten. Abhängig von Lust, Laune und vor allem Wetter entscheiden wir stets aufs Neue, wie und wohin es weitergehen soll. Gerade diese Spontanität ist es, die uns so gut am Reisen mit dem Wohnmobil gefällt. 

 

Unser geliebter Honda Roller bleibt diesmal ausnahmsweise zuhause. Seit kurzem sind wir nämlich stolze Besitzer von E-Bikes. Diese möchten wir auf der Reise zum ersten Mal ausgiebig nutzen. Schade, daß wir nicht die beiden Räder und den Roller gleichzeitig mitnehmen können. Dafür bietet unser kleines Wohnmobil leider nicht genügend Platz.  Zur Orientierung und für die Navigation während der Radtouren verwenden wir die App Komoot.