Donnerstag, 11.04.2019, Ascoli Piceno - Cascata delle Marmore

Der erste Blick heute Morgen fällt auf die Wetter App. Was wir da sehen gefällt uns gar nicht. Denn unser Weg sollte heute in die imposante Bergwelt des Apennin führen. Ein wenig Wandern in den Monti Sibillini war unser Wunsch. Aber bei diesen Wetteraussichten will keine rechte Freude aufkommen. Ohne Sonne dafür aber mit Regen macht der Aufenthalt in den Bergen keinen Spaß. Also entschließen wir uns westwärts zu fahren in Richtung Riviera. Dort soll es etwas sonniger sein. Wenigstens ein bisschen. 

 

Der ganze Mittelmeerraum wird derzeit dominiert von zwei riesigen Tiefdruckgebieten. Auf Kreta ist die Lage sogar richtig dramatisch. Dort wurde wegen Überschwemmungen und Erdrutschen der Notstand ausgerufen. 


Nachdem wir uns, am Morgen, auf dem Markt in Ascoli Piceno noch mit frischem Obst und Gemüse eingedeckt haben, kehren wir der Stadt den Rücken und fahren westwärts bis zu einem Stellplatz an der Cascata delle Marmore, unweit der umbrischen Provinzhauptstadt Terni.


Wir durchqueren ein Gebiet, das in den letzten Jahren immer wieder von fürchterlichen Erdbeben heimgesucht wurde. Wir kommen vorbei an zerstörten oder teilweise zerstörten Dörfern sowie an Containerdörfern, die man den Betroffenen als Notunterkünfte zur Verfügung gestellt hat. Wie es aussieht ist man mit dem Wiederaufbau noch nicht so recht vorangekommen. Für uns ist es ein bedrückendes Gefühl hier unterwegs zu sein. Das trübe Wetter macht die Situation nicht angenehmer.


Irgendwann müssen wir für einen Kaffe doch noch mal anhalten 


Während ich einen Café und einen Cappuccino bestelle  studiert Brigitte den italienischen Kicker.


Dann geht's auch schon wieder weiter auf der SS4. 


In der Nähe der umbrischen Provinzhauptstadt Terni finden wir einen Stellplatz an der Cascata delle Marmore. Der eigentliche Wohnmobilstellplatz ist zur Zeit geschlossen. Deshalb gestattet man uns die Benutzung des ansonsten für Campingfahrzeuge verbotenen Pkw-Parkplatzes. 


Die Cascata delle Marmore zählt mit 165 m zu den höchsten Wasserfällen Italiens.  Bereits im Jahre 271 v. C. legten die Römer zur Trockenlegung eines Sumpfgebietes den Wasserfall künstlich an. Heute dienen die Wassermassen des Flusses Velino der Stromgewinnung. Nur zwei bis dreimal täglich werden die Schleusen geöffnet. Italienische Schulkinder kommen gleich busweise auf dem Parkplatz an, um dieses Schauspiel zu erleben. 


Um das Spektakel aus der Nähe zu erleben, ist ein Eintrittspreis von 10,- € pro Person zu entrichten. Ohne Ticket kann man aber einen Wanderweg benutzen, der ebenfalls in die Nähe der Fälle führt. 


 Von diesem Wanderweg hat man einen ebenso grandiosen Blick.                                                   (Verschlusszeit: 1/10 Sekunde)


         (Verschlusszeit: 1/640 Sekunde)