Mittwoch, 03.04.2019, Donnerstag, 04.04.2019, mit Sommerreifen trauen wir uns nicht über den Gotthard.

Das Wetter hindert uns am Weiterfahren über die Alpen. In Airolo, dem ersten Ort nach dem Gotthard Tunnel, ist für heute und morgen mäßiger bis starker Schneefall vorhergesagt. Die Temperaturen dort bewegen sich zwischen 3 Grad und -5 Grad Celsius.  Auch bei uns hat sich das Wetter gedreht. Es regnet und es ist ungemütlich kalt geworden. Was für ein Unterschied zu gestern. Machen wir also das Beste daraus. Was liegt näher als einen verregneten Tag in einer Therme zu verbringen. Davon gibt es in dieser Gegend ja genügend. Nur 10 km entfernt liegt Bad Bellingen mit Therme und dazugehörigem Wohnmobilstellplatz. Leider ist dieser derzeit wegen Umbauarbeiten gesperrt. Deshalb wählen wir die Therme Vita Classica in Bad Krozingen aus. Nach dem obligatorischen Ent- und Versorgen des Wohnmobils tanken wir noch, bevor es auf die B3 nach Bad Krozingen geht. Die Gegend ist ländlich geprägt. Wir kommen an zahlreichen großen Obstplantagen vorbei. Die Bäume hängen übervoll mit weißen Blüten. Ob diese die kommenden Frostnächte überstehen werden, wage ich zu bezweifeln. Das sieht sehr nach einem großen Ernteausfall aus. Schlimm für die Obstbauern, die ja schließlich von dem Ertrag ihrer Felder leben müssen. 

 

Auf dem Stellplatz an der Vita Classica Therme von Bad Krozingen angekommen, richten wir uns sogleich ein und suchen ein nettes Lokal zum Mittagessen. Das Restaurant di piu lockt mit mediterraner Küche und leckerem Wein. Den Rest des Tages vertrödeln wir.  Ohne Satellitenempfang, aber mit flottem Wlan, ist auch für die Abend Unterhaltung gesorgt. Wir schauen uns die letzte Folge von "the widow" auf Amazon Video an.

 

Am Donnerstag, den 04.04.2019 bleiben wir sicherheitshalber auf unserem Stellplatz an der Vita Classica Therme in Bad Krozingen. Es hat zu schneien begonnen, und es ist eklig kalt. Wir verbringen den Tag mit saunieren und ein wenig schwimmen im angenehm warmen Wasser der Therme. 


Freitag, 05.04.2019, die Wettervorhersage meldet keine weiteren Schneefälle auf dem Weg durch die Schweiz.  Die Strecke ist frei und befahrbar.

Ein Grund für uns zeitig loszufahren, um die Schweiz zu durchqueren. 


Am Morgen verlassen wir Bad Krozingen bei Nebel. Über die A 5 sind es gerade einmal ca. 50 km bis Basel.  


Beim Grenzübertritt ist die Schwerverkehrsabgabe (für Fahrzeuge über 3,5 to zul. Gesamtgewicht) fällig. Diese kostet 32,5 CHF und berechtigt zur Benutzung der Schweizer Autobahnen an insgesamt 10 Tagen, innerhalb eines Jahres. Ein faires Konzept, wie ich finde.  


Gut, dass wir rechtzeitig vor Fahrtbeginn einen Blick in die Wetter App geworfen hatten. Die Zwangspause gestern in Bad Krozingen war zu verkraften. 


"Schnee von gestern" im wahrsten Sinn des Wortes. 


Gotthard-, Furka- und Oberalppass sind noch gesperrt. Gleich sind wir am Eingang der 17 km langen Röhre angekommen. 


Auf der Gotthard Südseite verschwindet der Schnee, je weiter es talwärts geht. Nachmittags erreichen wir den Stellplatz Area Costa Camper in Tavernola, in der Nähe von Como. Es sind 10 ebene Stellplätze auf Verbundsteinpflaster vorhanden. Kosten: 12,- € für 24 Stunden. Eine KW/h Strom kostet zusätzlich 1,- €. Ver/Entsorgung inclusive. Alles ist sauber und gepflegt. Bis zum Zentrum von Como sind es 5 km. Im nahegelegenen Supermarkt von Tavernola kaufen wir noch eine Prepaid SIM-Karte von TIM (Telecom Italiana Mobile) für 30,- €. Darin enthalten ist ein Datenvolumen von 20 GB für 4 Wochen. Danach kann man für 10,- € weiter 20 GB für 4 Wochen aufladen. Wir verbringen eine ruhige Nacht hier.


Samstag, 06.04.2019, weiter geht's vom Comer See in die Emilia Romagna, nach Castel San Pietro Terme, zu unserem nächsten Stellplatz.

Rund 300 km Autobahn Fahrt haben wir uns für heute vorgenommen. Das sollte locker zu schaffen sein. 


Zunächst geht es auf der A 9 (bzw. E 35) Richtung Milano. Ab Bologna nehmen wir die E 45 Richtung Adria.


Das heutige Etappenziel heißt Castel San Pietro Terme. Hier gibt es einen großen kommunalen Parkplatz. Davon ist ein Teil für Wohnmobile reserviert.  Der Untergrund ist asphaltiert und relativ eben. Die Übernachtung ist kostenlos. Ver/Entsorgung sollten laut Camper Contact App vorhanden sein, hatten wir aber nicht benutzt ,und deshalb auch nicht angeschaut. 


Wir richten uns ein und spazieren anschließend in den Ort, der vor allem durch seine Therme bekannt ist. Das Wetter ist nicht gerade einladend. So suchen wir uns nach kurzem Aufenthalt ein nettes Ristorante und essen zu Abend. 


Sonntag, 07.04.2019, wir brechen auf zur letzten Etappe auf der Hinreise.

 Unser Ziel ist der Stellplatz La Perla dell'Adriatico in Porto San Giorgio. Dieser liegt wie der Name schon vermuten lässt an der Adria, etwa 40 km südlich von Ancona.


Wenn die Dame des Hauses (bzw. des Wohnmobils) das Steuer übernimmt ...


... gönnt sich der Herr eine Ruhepause. 


Es ist um die Mittagszeit als wir die A 14 (E 45) verlassen.


Auf dem CP La Perla dell'Adriatico in Porto San Giorgio haben wir die freie Platzwahl. Wir sind die einzigen Gäste. Jetzt erst einmal Tisch und Campingstühle ausladen und ein bisschen in der Nachmittagssonne relaxen. Anschließend richten wir uns ein. Wir haben vor, die nächsten paar Tage hier zu verbringen, um mit dem Roller die Umgebung ein wenig zu erkunden.