Mittwoch, 15.11.2017, von Vila Real de Santo Antonio zu Autocaravanas Hidalgo und weiter zum Parking Puente Remedios in Sevilla.

Vormittags fahren wir los. Wir nehmen die kostenfreien Autobahnen A 49 und A 92 zum Wohnmobilhändler Autocaravanas Hidalgo in Sevilla. Vor Ort klären wir die Einzelheiten für das Abstellen unseres WoMo. Anschließend fahren wir weiter zum Parking Puente Remedios, direkt am Hafen von Sevilla, wo wir die Nacht verbringen.




Donnerstag, 16.11.2017, Stadtbummel in Sevilla.

Einfahrt zum Parking Puente de Los Remedios. Es ist ein gemischter Parkplatz, ohne Strom und Ver- bzw. Entsorgungsmöglichkeit. 


Die Lage des Parkplatzes ist bestens für einen Stadtbummel geeignet. 


Direkt am Canal Alfonso VIII gelegen, erreicht man Sevillas Altstadt in ca. 15 Gehminuten.


Gegenüber auf der anderen Kanalseite liegt das Gourmet Restaurant Malaspina.



Auf  der  Remedios Brücke überqueren wir den Kanal. Vorbei an der Plaza Espania geht's zum Fuente de Hispalis. Und damit befinden wir uns bereits im Herzen der Altstadt.  


Vom Hispalis Brunnnen aus sieht man bereits die Kathedrale.


Vormittags ist es noch ein wenig frisch, zur Mittagszeit steigt die Temperatur auf angenehme 23° C. 


In dem Kiosk werden Lose für die beliebte spanische Weihnachtslotterie: "Sorteo de Navidad" verkauft. Viele möchten in den Genuß von "El Gordo", dem Dicken (Hauptgewinn) kommen. Die Lotterie gilt als größte weltweit, gemessen an der ausgespielten Gesamtsumme.


Heiße Maronen gibt's an jeder Ecke.


Die moderne Straßenbahn hält direkt vor der Kathedrale.


Die Polizei zeigt Präsenz.



Die Kathedrale. Hier befindet sich der Besuchereingang für Einzelpersonen. Für Gruppen gibt es noch einen weiteren. 


Die Bronzefigur ist eine exakte Kopie der Wetterfahne, die den Abschluss des Glockenturms bildet. Der Glockenturm, "Giralda" genannt, war im frühen Mittelalter das Minarett der ehemaligen Haupt Mosche von Sevilla.  Im 15. Jh. wurde die Mosche niedergerissen. An ihrer Stelle wurde die heutige Kathedrale errichtet. Das Minarett ließ man einfach stehen um es als Glockenturm zu nutzen. Heute ist es ein Wahrzeichen der Stadt Sevilla. 


Die Entspannung an so einem Sonnentag darf nicht zu kurz kommen.



Dem möchte ich aber nicht begegnen.


Der Hauptaltar.


Das Grabmal von Christoph Columbus. Die  Sargträger stellen die vier spanischen Königreiche dar: Kastilien, León, Aragón und Navarra.



Blick vom Glockenturm, der ursprünglich mal ein Minarett war.


Das höchste Gebüde von Sevilla: "La Torre de Pelli".


Aussicht vom Kirchturm.


Das blau - weiße Kuppeldach gehört zu einem Nebengebäude der Kathedrale. Außer dem Dom  gibt es in Sevilla bestimmt noch unzählige  andere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen - aber die müssen warten bis wir nächstes Jahr wieder kommen . 



Freitag, 17.11.2017:Der vorletzte Tag unserer Reise ist angebrochen. Vormittags fahren wir zum Wohnmobilhändler  "Autocaravanas Hidalgo" nach Alcala de Guadeira, an der A 92 Richtung Malaga, etwa 20 Kilometer östlich von Sevilla.


Bereits vorgestern hatten wir uns mit Roland, dem holländischen  Mitarbeiter der Firma, der sehr gut deutsch spricht, über das Abstellen unseres Fahrzeuges unterhalten. Heute schließen wir einen schriftlichen Vertrag (incl. Versicherung) mit der Firma. Eine Aufladung der Bordbatterien mit 220 Volt erfolgt im Abstand von 4 Wochen. Bei dieser Gelegenheit wird auch die Honda gestartet um deren Batterie aufzuladen. Unser WoMo bleibt bis zur Abholung, voraussichtlich am 29.03.2018, auf dem Gelände von Hidalgo Autocaravanas. Bei Bedarf können wir unser Fz aber auch problemlos zu einem früheren Zeitpunkt abholen. Das Gelände ist abgeschlossen. Nachts sorgt ein Wachmann mit Hund für die Sicherheit. Eine bessere Möglichkeit zum Langzeitparken wird sich nicht finden lassen. 

 

Dann gibt es noch ein wenig zu tun für uns: Während Brigitte sich um die Innenreinigung kümmert übernehme ich die Außenreinigung. Dafür steht normalerweise eine große Bühne mit Hochdruckreinigern zur Verfügung. Leider ist die Anlage zur Zeit außer Betrieb. Das heißt für mich: Handwäsche. Danach sind  Abwassertank und Toilettenkassette an der Reihe. 

 

Anschließend fahren wir für die Übernachtung auf den firmeneigenen Stellplatz.



Samstag, 18.11.2017, Heimflug mit Ryanair von Sevilla nach Frankfurt.

Schon um 06:00 Uhr sind wir auf den Beinen. Unser braves Wohnmobil, das uns in 82 Tagen, auf einer Strecke von  5811 Kilometer, ohne Pannen vom Saarland über Frankreich, Nordspanien und Portugal bis nach Sevilla gebracht hat, wird nun auf seinem Parkplatz für die kommenden vier Monate abgestellt. Noch das restliche Frischwasser ablassen, den 12 Volt Stromkreislauf abschalten - das war's.

 

Unser Taxi wartet bereits. Um 09:00 Uhr sind wir am Flughafen. Der Flug startet um kurz nach 11 Uhr, mit 15 Minuten Verspätung, nach Frankfurt. 

 

Nach fast drei Monaten Zigeunerleben freuen wir uns schon auf zuhause. Seit ein paar Jahren verfolge ich mit Interesse Blogs und Homepages von anderen Reisenden. Viele sind dabei die ihre Wohnungen aufgegeben haben und dauerhaft mit dem Reisemobil unterwegs sind. Solche Gedanken sind mir anfangs auch durch den Kopf gegangen. Inzwischen muss ich sagen, dass dies weder für Brigitte noch für mich eine Alternative wäre. 

 

Zur Zeit sind wir ca. die Hälfte des Jahr unterwegs, mit zwei längeren Reisen, eine in der Vor- und eine in der Nachsaison. Dazwischen genießen wir aber auch die Zeit mit Familie und Freunden zuhause. Das liegt uns beiden sehr am Herzen. Je länger wir unterwegs sind um so mehr wird uns dies bewusst. Wir erleben zur Zeit das Beste aus zwei Welten. Was kann es Schöneres geben?!