Donnerstag, 09.11.2017, wir verlassen den Wohnmobilstellplatz in Alvor und fahren weiter über Loulé nach Santa Luzia.

Wir haben nicht die A 22, wie auf der Karte angezeigt, sondern hauptsächlich die N 125 genommen. Diese ist größtenteils hervorragend ausgebaut und man sieht etwas vom Land. 


In Loulé legen wir einen Stopp ein. Hier gibt es "CamperServ" einen Reparaturservice für Wohnmobile. So weit wir wissen, ist es der einzige in der Algarve. Und da wir sowieso in der Gegend sind, schauen wir mal vorbei. Neben der Werkstatt befindet sich ein kleiner Shop, der die nötigsten Artikel für Camper bereithält. Von besonderem Interesse für uns ist der abgeschlossene Bereich hinter dem Gebäude. Hier werden Wohnmobile abgestellt. Auch Langzeitparken ist möglich. Dafür werden 1,50 € am Tag berechnet. Der Transfer zum Flughafen Faro kostet mit dem Taxi ca. 25,- €. Samstag und Sonntag ist die Firma geschlossen. Da gibt es keine Möglichkeit ein Fahrzeug abzugeben oder zu übernehmen. 



Freitag, 10.11.2017, ein Tag im beschaulichen Santa Luzia.

Bei unserer Ankunft auf dem Wohnmobilstellplatz in Santa Luzia gestern Abend war es bereits dunkel. Das Navi lotste uns die letzten Kilometer durch winklige, schmale Dorfsträßchen. Es war ziemlich nervig.


Dafür haben wir jetzt ein schönes Plätzchen gefunden. Es gibt keinen Service. Das heißt, wir können bis zu drei Tage hier verweilen, bis die nächste Ent- und Versorgung fällig wird. 


Wir schauen uns den Ort an. Heute Morgen ist es noch ein wenig frisch. 


Das Fischerdorf Santa Luzia liegt 3 km westlich von Tavira, an der Ria Formosa.


Die kubische Form der weiß gekalkten Häuser ähnelt ein wenig dem Baustil in Nordafrika.


Bei Niedrigwasser liegen viele Boote auf dem Trockenen.


Bereits am späten Vormittag wird's wieder richtig warm.


Tintenfische werden noch mit den traditionellen Methoden gefangen. Dazu benutzen die Fischer Tonkrüge, welche die arglosen Tiere als Unterschlupf aufsuchen. Und dann sind sie dran.


Am Nachmittag: Ein Ausflug nach Lummerland, beziehungsweise an den Praia do Barril mit dem berühmten Friedhof der Anker. Fehlen nur noch Jim Knopf und sein Freund Lukas der Lokomotivführer.


Von der Feriensiedlung Pedras d'El Rei, ca. 20 Gehminuten entfernt von Santa Luzia,  führt eine Brücke über den Kanal. Auf der anderen Seite fährt eine Mini Eisenbahn durch das Marschland zum Praia do Barril.


Mitten auf der 1,5 Kilometer langen Strecke gibt es sogar eine Ausweich Stelle, wo die Zügelchen auf der eingleisigen Strecke aneinander vorbeifahren können. Die Bahn wurde einst für den Transport von Fischen benötigt. 


Die Endstation liegt an den  Gebäuden einer ehemaligen Thunfisch Fang Station. Diese beherbergen heute Restaurant, Cafe und eine Bar. 


Das Restaurant präsentiert sich geschmackvoll restauriert ...


....mit viel Liebe zum Detail. 


Auf dem historischen Foto ist wohl ein Rekordfang  abgebildet. Ein Thunfisch mit einem Gewicht von 378 kg (siehe Pfeil). Inzwischen  ist der Blauflossenthunfisch längst ausgestorben in den Gewässern der Algarve. 


Cemitério das Âncoras (Friedhof der Anker): In den 1960 Jahren, als es endgültig vorbei war mit dem Thunfisch Fang, wurden die Anker in den Dünen beerdigt. Man benutzte diese um die Stellnetze auf dem Meeresgrund zu befestigen. 


Am Praia do Barril: 11 Kilometer feinster, weißer Sand und so gut wie keine Bebauung.


Sand so fein wie von einem Karibik Strand.


Auf dem Nachhauseweg: Während im Westen gerade die Sonne untergegangen ist ....


....erscheint im Osten ein Licht, das ich bis dahin noch nie gesehen habe. Ein schmaler Streifen am Horizont bleibt blau, darüber wölbt sich ein rosa farbener Himmel.