Samstag, 03.06.2017, Ankunft in Genua gegen 16:00 Uhr.

Noch paar Fotos von der Überfahrt. Wer sich dafür interessiert, hier ein You Tube Video von der La Suprema:   https://youtu.be/DuyGVZa8ADw


Nach dem Ausschiffen, gegen 17:30 h steuern wir den nächstgelegenen CP, kurz hinter Genua, an. Leider ist dieser komplett ausgebucht. Also fahren wir auf der A 26 weiter Richtung Lago Maggiore. Auf dem Weg, in der Stadt Ovada, liegt ein kostenloser Stellplatz, den wir gerne zum Übernachten an nehmen.


Pfingstsonntag, 04.06.2017, CP Village Lago Maggiore in Dormelletto, am südlichen Ende des Sees.

Wir fahren auf der A 26 weiter mit Ziel Lago Maggiore. Seit wir auf den Straßen Liguriens und des Piemont unterwegs sind, ist die Welt eine andere. Dreispurige, schlaglochfreie Autobahnen ohne Müllplätze. Alles sehr ordentlich.  Auch die Vegetation erinnert logischerweise nicht mehr an Sizilien. Es ist eben so, wie es unserem Bild von Nord Europa entspricht. Den Unterschied zu Sizilien empfinde ich im Moment besonders krass.

 

Völlig unerwartet: Die Fahrt führt uns vorbei an endlosen Reisfeldern. Das Piemont ist Italiens größtes Reisanbaugebiet. Irgendwo muss er ja herkommen, der Risotto Reis.

 

Bereits vormittags erreichen wir  Dormelletto am südlichen Ende des Lago Maggiore und checken auf dem CP Camping Village Lago Maggiore ein.


Pfingstmontag, 05.06.2017, CP Village Lago Maggiore in Dormelletto


Es hört endlich auf zu regnen.


Auch diese Baustelle ist dem Regen zum Opfer gefallen.


Pfingstausflug auf dem Lago Maggiore.


Die vergangene Nacht gab es ein kräftiges Gewitter mit starkem Regen. Erst am späten Vormittag hört es auf zu regnen. Wir nutzen die Zeit und fahren die SS 33 auf der Westseite hinauf bis Stresa. Aber eine richtige Urlaubs Stimmung will nicht bei uns aufkommen. Irgendwie sind wir mit den Gedanken nicht ganz dabei. Bereits  halb zu Hause und halb im Urlaub. Außerdem ist es kühl, dunkle Wolken hängen über dem See. Da wird es Zeit schon wieder mit der Honda zurück zu fahren. Klatschnass kommen wir am WoMo an und beschließen morgen weiter zu fahren in Richtung Heimat. 


Dienstag, 06.06.2017, Wir fahren weiter bis Luzern in der Schweiz.

Die Sonne scheint wieder, wir packen zusammen, entsorgen, tanken Frischwasser nach und reinigen unser WoMo, zumindest notdürftig, damit es nicht grad so schlimm aussieht. Es ist schon früher Nachmittag als wir den CP in Dormelletto verlassen. Vor dem Gotthard Tunnel gibts  Stop and go Verkehr der uns ca. 2 Stunden kostet. Zur Übernachtung suchen wir den CP TSC auf. Er liegt verkehrsgünstig bei Luzern, direkt an der Autobahnausfahrt Luzern Horw. 


Mittwoch, 07.06.2017, Ankunft zu hause gegen 16:00 Uhr.

Kleine Überraschung beim Ausschecken, vom CP TSC in Luzern Horw. Wir dürfen umgerechnet stolze 34,- € zahlen für eine Übernachtung. Und das in der Nebensaison. Nachdem die Eidgenossen ihren Franken, vom Euro als Leitwährung, entkoppelt haben, wurden die Preise wieder erfolgreich den Gipfeln Schweizer Berge angepasst.  Über Basel, und anschließend durchs schöne Elsaß geht's dann nach Hause, wo wir gegen 16:00 ankommen. 

 

Fazit: In 67 Tagen haben wir 2864 km mit dem Wohnmobil zurückgelegt. Alleine 53 Tage verbrachten wir in Sizilien. Wir finden die Insel hat wirklich etwas zu bieten. Es gibt sowohl herrliche Landschaften als auch wunderschöne, historische Städte. Die Menschen empfanden wir als nett, aufgeschlossen und äußerst hilfsbereit. Über das Essen könnte man ein Buch schreiben. Es gibt köstliche Gerichte, von denen wir bisher noch nicht einmal gehört haben. Ein sizilianisches Kochbuch befindet sich in unserem Reisegepäck. Zu Hause werden wir daraus einiges nachkochen. Die frischen Produkte wie Obst, Gemüse und vor allem Fisch sind hervorragend. Was für uns Grund war sehr oft selbst zu kochen.  Das Klima war zu unserer Reisezeit hervorragend. Meistens war es angenehm warm, aber nicht zu heiß. In Meeresnähe wehte ein angenehm, erfischender Wind. Geregnet hat es kaum.

 

Allerdings wollen wir  die negativen Erscheinungen ehrlickeitshalber nicht unter den Tisch kehren. Sizilienreisende sollten mit dem Müllproblem klar kommen. Im Süden ist die Landschaft zudem großflächig durch Foliengewächshäuser verschandelt. Die Straßenbeschaffenheit ist vielerorts als katastrophal zu bezeichnen. Ordentliche Straßen sind eher die Ausnahme. Der Verkehr ist tatsächlich chaotisch. Verkehrsregeln zählen nicht viel. Am besten man fährt defensiv, voraus schauend, und rechnet zu jeder Zeit mit unvorhergesehenem Verhalten aller Verkehrsteilnehmer. Passiert ist uns bisher nichts. Auch haben wir keinen Verkehrsunfall mitbekommen.