Samstag, 09.09.2017, Saint Emilion.


Es fällt uns nicht schwer den CP Yelloh Village in St. Emilion zu verlassen. Gestern war nämlich Bingo Tag auf dem CP.  Unser Stellplatz lag ca. 80 m entfernt vom Animations Pavillion. Von 20:30 h bis 22:40 h konnten wir verfolgen wer gewonnen hat. Für die Lautstärke sorgte eine Lautsprecheranlage mit entsprechendem Verstärker. Das hörte sich etwa an, wie die Ansagen einer Achterbahn auf dem Rummelplatz. Für Morgen haben sie gar Karaoke angedroht. Da wissen wir doch gleich wo wir morgen nicht schlafen werden. 

 

Also fahren wir heute Vormittag ins 3 km entfernte St. Emilion. Bei Liebhabern von Bordeaux Weinen  löst der Klang dieses Namens Entzücken aus. Saint Emilion Cru und Grand Cru Weine genießen Weltruf. Auf entsprechendem Niveau bewegen sich die Preise. 

 


Portal der Kollegiatskirche, aus dem 12. Jahrhundert. 


Die Kollegiatskirche gehört zu einem Klosterkomplex der Augustiner Mönche.


Als Besonderheit  findet man im Kreuzgang sowohl romanische als auch gotische Arkaden.


Am Ende des Kreuzgangs gelangt man zum Tourismus Büro und dem Maison du Vin. 


Der Regenschauer ist von kurzer Dauer. Reimt sich sogar. 


Blick von der Monolith Kirche auf die Place de L'Eglise Monolithe. 


Im Verlauf des Tages nehmen die Regenschauer ab und die Sonne kommt häufig hervor. Es bieten sich viele Gelegenheiten zum Fotografieren. Endlich auch mit dem Licht das man sich als Fotograf wünscht. Allerdings passiert mir später  ein Mißgeschick. Beim Übertragen der Bilder von der Kamera zum Notebook lösche ich versehentlich ca. 90 % der heutigen Fotos. Bis jetzt weiß ich nicht wie das passiert ist. Jedenfalls ist es passiert. Die eingestellten Fotos sind der klägliche Rest dessen was übrig geblieben ist. 

 

Wir beenden den Tag erneut auf einem Stellplatz von France Passion. Diesmal sind wir zu Gast auf dem Weingut Vignobles Pestoury in Yvrac nicht weit entfernt  von Bordeaux. Nachdem wir unser Fahrzeug abgestellt und uns eingerichtet haben, fragt die Chefin, Isabelle Pestoury, ob wir eventuell ihren Wein probieren wollen. Natürlich wollen wir. Bei der Degustation geht es aber nicht nur ums Geschäft. Wir bekommen zunächst einmal eine Einführung über die verschiedenen Weinanbaugebiete des Bordeaux, die Klassifizierungen und so weiter. Dann erfahren wir etwas über ihren eigenen Wein. Sie selber sind ein mittelgroßer Betrieb und bewirtschaften 35 Hektar Rebfläche. Gesetzlich Vorgeschrieben für die hiesige Region sind 20 Hektar. Bei dieser Größe wollen sie auch in Zukunft bleiben, da sie nur einen Festangestellten haben. 

 

Am Ende entscheiden wir uns für den Chateau Dimacy. Er stammt aus einer Lage in St. Emilion. Es ist eine Cuve aus  50% Merlot, 20% Cabernet Sauvignon, 20% Cabernet Franc und 10% Malbec. 

 

Die Weinprobe in Verbindung mit den interessanten Informationen unserer Gastgeberin hat uns sehr gut gefallen und uns den Verlust der gelöschten Fotos etwas erleichtert. Zufrieden tragen wir unsere Beute ins Wohnmobil und bedanken uns bei Madame Pestoury.

 



Sonntag, 10.09.2017, Stadtbesichtigung in Bordeaux.

Morgens verlassen wir das Grundstück der Winzer Familie Pestoury.


Wir finden einen Parkplatz im Stadtzentrum von Bordeaux und machen uns auf den Weg zum Quai der Garonne.


Als erstes fallen mir diese gelben Betonblöcke auf, die man überall entlang der endlos langen Flaniermeile entlang der Garonne findet. Die Stadt Bordeaux rüstet sich gegen den Terrorismus.


Zu mieten: die "Kismet", Privat Yacht eines amerikanischen Milliardärs.






Zahlreiche Restaurants, Cafes und Läden reihen sich aneinander am Quai der Garonne.


Pont Jacques Chaban-Delmas:, Die größte Hubbrücke Europas. Das Mittelteil lässt sich bei Bedarf um 50 Meter anheben. So können auch große Kreuzfahrtschiffe in Bordeaux anlegen. 


Futuristisch: Die Cité du Vin.  Die Welthauptstadt des Weins, wie sich Bordeaux selbst nennt, braucht natürlich auch ein Wein Museum. Uns war der Eintritt mit 20,- € pro Person ehrlich gesagt zu teuer. Das Geld legen wir praktischerweise lieber in ein paar Flaschen Wein an.



Natürlich gibt es noch viel, viel mehr in dieser schönen Stadt zu besichtigen. Aber für heute ist es genug. Am späten Nachmittag kehren wir zurück zum WoMo und fahren weiter.


In Yvrac, ca. 20 km südöstlich von Bordeaux, finden wir ein schönes, ruhiges Plätzchen zum Übernachten. Die Stellfläche ist etwa so groß wie ein Fußballplatz. Als am Abend die Pkw's wegfahren, gesellt sich noch ein VW Bus zu uns.