Freitag, 01.09.2017Nach einer ruhigen Nacht gehts heute von Chezelles weiter Richtung Perigord. Wir nehmen die mautfreie A 20 und kommen nachmittags an unserem Etappenziel in der Nähe von Montignac an. Wir übernachten mal wieder auf einem Stellplatz von France Passion.



Außergewöhnlich: Auf diesem Stellplatz von France Passion gibt's sogar Ver- und Entsorgung sowie Stromanschluß. 


Im Gänsemarsch.



Samstag, 02.09.2017Wir haben genug von dummen Gänsen und fahren auf abenteuerlichen Wegen nach Montignac. Hier erwartet uns das absolute Highlight des Perigord:  Die Grotten von Lascaux mit den weltberühmten prähistorischen Höhlenmalereien.

Auf dem Weg vom Stellplatz ins 10 Kilometer entfernte Montignac führt uns der Weg durch den Wald, vorbei an diesem schönen alten Gebäude. 



Bis zu unserer reservierten Führung in deutscher Sprache haben wir noch etwas Zeit und schauen uns ein wenig in Montignac um. 


Das Städtchen ist nicht spektakulär, aber ganz nett. Mitten durch die Stadt fließt die Vezere.


In diesem modernen Betongebäude befindet sich eine millimetergenaue Rekonstruktion der Höhle von Lascaux mitsamt der steinzeitlichen Malereien. Die Höhle mit den 19.000 Jahre alten Originalen befindet sich ca. 200 Meter im Wald, oberhalb des Gebäudes. Bereits seit 1963 ist diese für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Bis dahin wurden Millionen von Besuchern durchgeschleust. In der Folge litten die Malereien erheblich. Um sie für die Nachwelt zu erhalten, baute man mit großem Aufwand und viel High Tech dieses Gebäude. 


Die Bilder strahlen, auch nach 19.000 Jahren eine wunderbare  Lebendigkeit aus. Die besondere Form der Tiere, dargestellt mit kleinem Kopf, kurzen Beinen und großem Bauch ist charakteristisch für Lascaux.


Die Farben wurden von den steinzeitlichen Künstlern aus zermahlenen Mineralien hergestellt.  Sie wirken so frisch, als seien die Wände und Decken erst gestern  bemalt worden. 


Man findet viele Motive aus der Tierwelt. Tiere die zur damaligen Zeit im Tal der Vezere vorkamen. Größtenteils sind Pferde, Rinder, Bisons und Hirsche dargestellt. 


Brigitte übt Steinzeitmalerei in digitaler Form. 


Diese Wand ist den Entdeckern der Höhle gewidmet. 1940 haben 4 Jugendliche den Höhleneingang zufällig beim Spielen entdeckt.


Moderne Betonarchitektur prägt das Gebäude.


Fazit:

Die Höhle von Lascaux mit ihren steinzeitlichen Felsmalereien ist ein einzigartiges Kulturdenkmal.  Die Nachbildung der Höhle sowie der Zeichnungen sind meisterhaft gelungen. Man hat wirklich den Eindruck, dass man sich in einer Höhle befindet. Die spezielle Beleuchtung ist den Steinzeitverhältnissen nachempfunden. Sogar die Temperaturen hat man auf Höhlenniveau, nämlich 13° C herabgekühlt.  Eine perfekte Illusion und  Erlebnis der besonderen Art. Brigitte und ich sind vollends begeistert.