Sonntag, 09.09.2018, wir rollern vom Camp Kver in Senj  zum National Park Nördlicher Velebit.


Unsere Honda ist eine richtige Bergziege.  Gleich zweimal zeigen uns Verkehrszeichen bis zu  15 % Steigung an. Aber mit der vollen Kraft ihrer 14 Pferdestärken meistert sie klaglos den Anstieg ins Velebit Gebirge. Es ist erstaunlich was das Motörchen mit einem Hubraum kaum größer als ein Gläschen Wein zu leisten im Stande ist. 


Blick auf die bereits zurückgelegte Strecke. 


Die gut ausgebaute Teerstraße mündet am Parkeingang (Babic Sica) für die letzten 6 Kilometer in eine Schotterpiste. Mit dem Wohnmobil würde ich diese nicht befahren, mit der Honda ist es jedoch kein Problem. Am Kassenhäuschen lösen wir unsere Tickets. Der Eintritt kostet 30 Kuna pro Person.


Für eine Tasse Kaffee spazieren wir vom Parkplatz Zazivan hoch zum Bergsteigerheim. Dieses dient  gleichzeitig als metereologische Höhenstation. 


Aussicht auf die Adria und die vorgelagerten Inseln. 


Viele seltene und bedrohte Tierarten u. a.  Bär, Wolf, Luchs, Gemse, Birkhuhn, Steinadler leben hier. 


Wir erstürmen den Gipfel des 1597 Meter hohen Vucjak. (ist nur 15 Minuten von der Hütte entfernt).


Egal ob man in Richtung Osten blickt ...


...oder in Richtung Westen, es sieht immer toll aus. 


Der Nationalpark Nord Velebit besteht erst seit 1999. Zahlreiche Wanderpfade führen zu den Gipfeln und Tälern des Velebit Gebirges. Verschiedene Wanderwege können gleichermaßen auch zum Radfahren genutzt werden. Speziell ausgewiesene Radweg gibt es jedoch nicht. 


Nach dem Gipfel gehts hinunter ....


...zum Lehrpfad im botanischen Garten. 


Dieser führt zu einer Karst Absenkung. Das sind Gruben, die durch Einstürze von Hohlräumen im Gebirge entstanden sind. Auf einem 600 Meter langen Steinpfad kann man diesen umrunden. 


Auf vielen Info Tafeln werden die verschiedenen, hier vorkommenden, Pflanzen vorgestellt. Leider blühen zu dieser Jahreszeit keine Pflanzen mehr. Aber der Lehrpfad befindet sich in einer wunderschönen Umgebung, sodaß ein Besuch auch im Spätsommer bzw. Herbst empfehlenswert ist.  


Noch eine kleine Rast an der Hütte des botanischen Gartens bevor es auf den Rückweg geht. 


Ein letzter Blick auf die Waldlandschaft mit ihren Karstfelsen und schon haben wir den Parkplatz wieder erreicht. Zurück am WoMo, auf dem Camp Skver in Senj, freuen wir uns über ein Erfrischungsbad im Meer. Danach wird relaxt. Für den kompletten Ausflug haben wir uns ca. 7 Stunden Zeit genommen. Die Honda hat jetzt 70 Kilometer mehr auf dem Kilometerzähler. Und wir durften ein weiteres kroatisches Highlight  erleben. Zum Abschluss noch ein Bilderbuch Sonnenuntergang und wir fallen glücklich und zufrieden ins Bett. Was für ein Tag.