Montag, 24.09.2018, wir stehen immer noch auf dem Nordsee Camp in Pakostane. Es ist  früh am Morgen, als uns ein Knall aus dem Schlaf weckt. Im Wohnmobil riecht es verkokelt. Wir schauen nach und stellen fest, es kommt vom Elektroblock, der die Stromverteilung im ganzen Wohnmobil regelt. Ich entferne die Abdeckung und tatsächlich kommt uns ein wenig Rauch entgegen. Brennen tut es nicht. Der Gestank verzieht sich auch nach kurzer Zeit wieder. Aber leider hat der Elektroblock Schaden genommen, wie sich später herausstellen sollte. Schuld daran ist wahrscheinlich eine vorübergehende Überspannung in der Stromversrogung des Campingplatzes.

 

Um die Mittagszeit kühlt die Temperatur schlagartig ab. Gleichzeitig kommt ein starker Wind auf, der sich im Laufe des Tages zu einem ausgewachsenen Sturm entwickelt. Es ist die Bora, der berühmte Fallwind, der von Triest im Norden bis nach Montenegro im Süden ständig die Bewohner der Adria heimsucht. Jetzt sind wir an den Campingplatz gefesselt. Nach Zadar, zum Reparaturdienst von Ulf Nottebohm, mögen wir bei diesem Wetter nicht fahren. Ulf hatte mich schon am Vormittag, während eines Telefonats, vor der Bora gewarnt. 


Am späten Nachmittag legt sich der Sturm ein wenig. Nicht weit von unserem Wohnmobil hat es einen Baum erwischt. Weitere Schäden sind wohl nicht zu verzeichnen. 


Als die Bora nachlässt spazieren wir vom Campingplatz zum Hafen. Die Luft riecht frisch, die Fernsicht ist phänomenal. Auffällige Wolken bilden sich am Himmel und zaubern eine faszinierende abendliche Stimmung.


So eine schöne Wolkenbildung sieht man nicht oft.


Gegenüber vom Hafen befindet sich eine Mini Insel, mit der kleinen Kapelle.


Im Hintergrund stehen immer noch graue Wolken.


Bis zum Abend bleiben wir im Hafen.


Wir genießen den Sonnenuntergang in einer Bar, bei einem Glas Wein, bevor wir zum WoMo zurück kehren.



Dienstag, den 25.09.2018, als sich die Bora etwas gelegt hat,  können wir den Reparaturservice von Ulf Nottebohm in Zadar aufsuchen, um nach dem Fehler zu suchen. Ulf misst die Leitungen durch und es scheint, als sei alles in Ordnung. 

Also fahren wir wieder zurück in Richtung Süden, wo wir in Brodarica, ein paar Kilometer südlich von Sibenik, auf dem Stellplatz Camp Sani einchecken. 



Am Mittwoch, den 26.09.2018, morgens müssen wir mit Entsetzen feststellen, dass die Bordbatterien nicht mehr durch das 220 Volt Stromnetz aufgeladen werden. Das heißt, der Elektroblock ist wohl doch beschädigt. Also rufe ich so früh wie möglich bei Schaudt, der Herstellerfirma am Bodensee an, und schildere den Sachverhalt. Das Ergebnis des Gesprächs: Der E-Block muss entweder gegen einen neuen getauscht oder repariert werden. Reparatur mit Versand dauert ca. 3 - 4 Wochen, Kostenpunkt ca. 150,- €. Ein Neugerät kostet ca. 380,- € dauert aber nur ein paar Tage. Nach vielen Überlegungen, wie es denn jetzt weitergehen soll, und etlichen Telefonaten, leisten wir uns heute ein leckeres Abendessen im besten Lokal des Ortes, dem Zlatan Ribica (Goldener Fisch). Unser Stellplatzbetreiber, vom Camp Sani, von dem die Empfehlung kommt, hat tatsächlich nicht übertrieben. Wir verputzen eine Fischplatte für zwei Personen - köstlich. Das lässt uns den Ärger der vergangen Tage vergessen.