Mittwoch, 15.08.2018 (Maria Himmelfahrt) Fahrt vom Stellplatz des Hotels Gailberger Hof auf den CP Tiha in Silo auf der  Insel Krk.

Nach einem kleinen Frühstück, sowie Entsorgung und Versorgung des Wohnmobils fahren wir weiter auf der B 110 in Richtung Italien.


Da ist er bereits ausgeschildert, der Plöckenpass - das Highlight der heutigen Etappe.


Während der Reisevorbereitungen habe ich einiges über die Befahrbarkeit des Passes mit dem Wohnmobil gelesen. Die Meinungen gingen weit auseinander, von absolut easy bis gefährlich. Gleich können wir uns selber ein Bild davon machen. 


Wir haben den Gasthof Plöckenhaus erreicht. Wegen des Feiertags ist einiges los auf der Straße. Zahlreiche Ausflügler sind mit Motorrädern und PKW unterwegs. Hier und da begegnet uns auch ein Wohnmobil.


Malerische Gebirgs Landschaft am Gasthof Plöckenhaus 


Ein Cappuccino und ein Espresso bitte.


Denkmal für den Befreier des Gailtals. Im ersten Weltkrieg verlief die Frontlinie auf dem Plöckenpass. Italienische Alpini und österreichische Gebirgstruppen lieferten sich hier einen erbarmungslosen Stellungskrieg. Soldatenfriedhöfe erzählen von den Grausamkeiten der Vergangenheit. Verteidigungsanlagen und Bunker sowie ein Museum in der Nähe kann man besichtigen. Wir fahren nach einer kurzen Rast allerdings weiter. 


Während es auf österreichischer Seite bergauf ging, fahren wir jetzt in zahlreichen Haarnadelkurven auf italienischer Seite talwärts.


Die Talfahrt ist ein wenig anspruchsvoller als die  Bergfahrt. Um die Kurve zu kriegen, im wahrsten Sinne des Wortes, muss man im Tunnel etwas nach links ausholen. Da ist es vorteilhaft, wenn nicht gerade Gegenverkehr kommt.


Unser Fazit: Der Plöckenpass ist gut mit dem Wohnmobil zu befahren. Hier sind wir schon auf der Strada Statale 52 Richtung Tolmezzo.


Unterwegs statten wir Palmanova einen Besuch ab. Hier waren wir schon einmal vor einigen Jahren. 


Palmanova wurde im Jahre 1593 als Festungsstadt der Republik Venedig zum Schutz vor den Türken angelegt. Der riesige, zentral gelegene, Hauptplatz diente ursprünglich den Soldaten als Exerzierplatz. Wegen der streng geometrischen Muster bezeichnet man Palmanova auch als Ideal Stadt. Nur wenige dieser Städte sind so gut erhalten wie Palmanova.


Wir haben uns ein Eis verdient. 


Wir verlassen die italienische Autobahn und fahren auf mautfreien Straßen durch Slowenien. Seit 01.04.2018 hat Slowenien auf ein elektronisches Mautsystem umgestellt. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen benötigen seither eine sogenannte "DarsGo On-Board Unit", die wir natürlich nicht besitzen. 


Ursprünglich wollten wir in der Umgebung von Rijeka einen Stellplatz aufsuchen, sind aber leider nicht fündig geworden. Alles belegt. Wir fahren die Küstenstraße durch Rijeka und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Jedes kleinste Fleckchen Strand ist von Badegästen besetzt. Hier liegen sie wie Heringe auf dem Grill.


Also lassen wir Rijeka hinter uns und fahren weiter auf die Insel Krk. Die Brücke vom Festland zur Insel kostet 51 Kuna, umgerechnet etwa 7,- €.


Seit 1980 verbindet die Krk Brücke das Festland mit der Insel Krk.


Blick von der Brücke auf die Adria.


Auf Krk angekommen versuchen wir unser Glück zuerst beim Camping Slamni, Dobrinj der eine sehr gute Bewertung aufweist. Leider haben wir keine Chance. Der Platz ist auf Wochen ausgebucht. Die Dame an der Rezeption empfiehlt uns das Camp Tiha in Silo. Gesagt getan.

 

Es ist bereits früher Abend als wir dort ankommen. Wir bekommen den allerletzten Platz, was man wörtlich nehmen kann. Kein Schatten, die Markise können wir nicht ausfahren, wegen der Enge. Direkt hinter uns befindet sich ein Sportplatz, der bis spät abends als Kinder Spielplatz genutzt wird. Auf das Einstellen von Fotos verzichte ich lieber. Morgen fahren wir sowieso weiter.