Mittwoch, 06.09.2017

Wir verlassen unseren schönen Stellplatz unter den Nussbäumen und fahren in Richtung Monpazier. Auf dem Weg liegt ein Carrefour, wo Brigitte noch ein paar Kleinigkeiten einkauft. An der Ausfahrt des Supermarktes nutzen wir die Gelegenheit zum Wäsche waschen. In die 18 kg Trommel passt locker die bereits angefallene Schmutzwäsche. 



Unser heutiges Ziel ist erreicht: Die Bastide Monpazier.

 

Bastiden nennt man in Südwestfrankreich Wehrdörfer, die zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert erbaut wurden.

 

Angefangen hat es damit, dass die Herzogin Eleonore von Aquitanien im 12. Jh. den zukünftigen englischen König heiratet. Aquitanien fällt daraufhin als Mitgift an die englische Krone. Der englische König will es aber nicht dabei belassen das Land einfach nur zu besitzen. Er verweigert dem französischen König die Gefolgschaft und plant seine eigene Macht bis nach Frankreich auszudehnen.  In der Folge stampfen Engländer sowie Franzosen in Aquitanien insgesamt 300 dieser Wehrdörfer aus dem Boden. Die Dörfer werden auf dem Reißbrett geplant nach demselben Muster: Eine befestigte Außenmauer mit Aussichts- und Wehrtürmen umschließt die gesamte Anlage. Rechtwinklige Straßen, im Schachbrettmuster angeordnet, prägen das Bild. Sogar die Straßenbreiten sind genormt. Etwas respektlos könnte man sagen, es gibt sie in den Größen S, M und L. Die Breite richtet sich nach der Wichtigkeit der Gebäude. Im Zentrum steht immer ein quadratischer, von Arkaden gesäumter Platz. 


Die Gründung des Dorfes geht auf das Jahr 1284 zurück. Als eines der ersten Gebäude wurde die Kirche errichtet. 


Breite, schattige Arkaden führen zu dem quadratischen Hauptplatz, der auch als Marktplatz dient.


Monpazier gilt als eines der schönsten und besterhaltenen Bastiden Dörfer Südwestfrankreichs.


Hier gibt's Geschichte zum Anfassen.


Siedlungsbau aus dem 13. Jahrhundert.


Wir genießen den Bummel durch die Straßen des Dorfes und sind beeindruckt.


Unser heutiger France Passion Stellplatz in Issigeac: Die Ferme Bio de Cambelonque. Schwarze Schweine:  Das hatten wir bisher auch noch nicht. 


Wutz, Wutz.


Sieht ein bisschen aus wie eine Steckdose - oder?